Wie fühlen Sie sich in Ihrem Körper? Akzeptieren Sie sich selbst – Ihre Formen, Ihre Haut, Ihren Geruch, Ihr Gewicht? Berühren Sie sich gerne? Gefallen Sie sich im Spiegelbild?
Wie sehr fühlen Sie sich wie Sie selbst – nicht wie die, die Sie „sein sollten“, sondern wie Sie selbst? Wie sehr können Sie sich zeigen, ohne sich zu schämen, ohne Angst zu haben?
Wie gut kennen Sie Ihre Grenzen und können diese verteidigen?
Wie gut wissen Sie, wie man Genuss empfängt, und können den Weg dorthin erklären?
Das sind keine rhetorischen Fragen. Ich frage, weil ich selbst lange Zeit nicht ehrlich darauf antworten konnte. Ich habe lange Zeit mein eigenes Leben für mich beansprucht. Meine „Neins“ wurden von der mir damals am nächsten stehenden Person mit Füßen getreten und ignoriert. Wie sollte da Genuss aufkommen? Wie sollte da Selbstdarstellung möglich sein?

Das Tabu des weiblichen Körpers
Es gibt so viele Tabus in der Welt, wenn es um weibliche Selbstdarstellung geht, dass man noch lauter darüber sprechen möchte.
Der weibliche Körper wird sexualisiert. Beschämt. Bewertet. Zum Objekt gemacht – eines fremden Blicks, eines fremden Urteils, eines fremden Begehrens oder einer fremden Abneigung. Und in diesem Lärm ist es sehr schwer, sich selbst zu hören. Es ist sehr schwer, sich selbst anzusehen und nicht das zu sehen, was andere sehen, sondern das, was wirklich ist. Und die eigene wunderbare weibliche Natur zu akzeptieren.
In Wirklichkeit ist der weibliche Körper ein Kunstwerk. Er ist ein göttliches Gefäß. Er ist etwas, das in der Lage ist, eine unglaubliche Energie in sich zu formen – Leben zu geben, Liebe zu schaffen, Räume mit Energie zu füllen.
Das ist nicht vulgär. Das ist keine Provokation. Das ist kein Objekt ohne Grenzen.
Über Kommentare
Ich werde regelmäßig mit der Sexualisierung meiner Inhalte konfrontiert. Ich erhalte Kommentare – hauptsächlich von Männern –, in denen genau diese Sichtweise zum Ausdruck kommt: objektivierend, vereinnahmend, grenzenlos.
Normalerweise ignoriere ich sie. Nicht aus Schwäche, sondern aus Verständnis. Jeder füllt die Welt mit dem, womit er selbst gefüllt ist. Das ist nicht meine Geschichte.
Meine Geschichte ist eine andere.
Ich möchte den weiblichen Körper als Schönheit zeigen. Als Kunst. Als Quelle der Anziehung und Inspiration – nicht für den Blick anderer, sondern zuerst für mich selbst.
Denn eine Frau, die in Kontakt mit ihrem Körper lebt, ist in der Lage, die Welt zu verändern.
"Eine Frau ohne Scham der Manifestation, ohne Angst, sie selbst zu sein. Lebendig, leidenschaftlich und frei..."
